März 13

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6 Wege aus der Beziehungskrise

Ich LIEBE ja Krisen. Besonders Beziehungskrisen.

Ich habe in meinen Beziehungen schon oft Krisen durchlebt und kenne viele Wege aus einer Krise heraus. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Krisen sich lohnen und unfassbar viel Wachstumspotenzial für jede Beziehung bergen!

Deshalb zeige ich Dir heute 6 Wege durch Deine Beziehungskrise - egal, wie weh es gerade tut oder wie festgefahren es für Dich gerade scheint.

Vor allem wünsche ich Dir ganz viel Vertrauen in Deinen Weg. Denn diese eine Sache kann ich Dir schonmal vorab mitgeben: Wenn Du Deinen Weg Schritt für Schritt gehst und im Kontakt mit Dir selbst bleibst, wirst Du ganz sicher gestärkt aus dieser Krise herausgehen und Deine Partnerschaft ebenfalls. 

Schritt 1: Nimm die Krise an.

First things first. Bevor Du nicht akzeptiert hast, dass Du Dich in einer Krise mit Deinem Partner befindet, kann nichts Neues aus dieser Situation entstehen. Denn dann befindest Du Dich im Kampf gegen die Krise. 

Wenn Du dagegen ankämpfst und die Krise versuchst, aus Deinem Leben zu verbannen, dann wird sie nur noch stärker. Eine Krise ist wie ein kleines Kind, das gerne Deine Aufmerksamkeit hätte: Sie wird erst leise und irgendwann immer vehementer und lauter auf sich aufmerksam machen. 

Woran Du erkennst, dass Du gerade gegen eine Krise ankämpfst:

  • Zum Beispiel bei Gedanken wie: "Warum muss jetzt auch noch unsere Beziehung eine Baustelle werden...?! - wir haben doch schon genug Themen."
  • oder: "Wenn ich ... erledigt habe, dann spreche ich mit meinem Partner."

Wenn Du Dir bewusst gemacht hast, dass die Krise da ist, dann ist Schritt 2 dran. So schnell wie möglich (bevor Du wieder ins Ankämpfen kommst):

Schritt 2: Sprich es aus - und schau Dir gemeinsam mit Deinem Partner den Scherbenhaufen an.

Es gibt nichts Schwereres, als diese wabernde Wolke des Zweifelns und des Unwohlfühlens im Alltag, die so zwischen allem hängt, was los ist. 

Und auch wenn es sich beängstigend anfühlt, auszusprechen, dass Du überlegst Dich zu trennen, dass Dir Euer Sexleben zuwider ist oder einfach, dass es Dir gerade einfach alles zu viel ist: Es ist wichtig, dass Du es aussprichst.

Klar, das könnte erstmal für Sprengstoff sorgen. 

Deshalb ist es hilfreich, den Zeitpunkt des Gespräches so zu wählen, dass ihr eine Zeit lang ungestört reden könnt. Verabrede Dich mit Deinem Partner, z.B. für den Moment, wenn alle Kinder schlafen oder auch früh morgens bevor alle wach sind.

Vielleicht holst Du Dir für diesen Schritt auch Hilfe durch eine dritte Person, die am besten auf der Seite Eurer Beziehung steht, wie z.B. ein Paartherapeut, eine Familienberaterin oder ein*e Coach*in. Diese Person kann den Raum für Euch halten, während dieses ersten Gespräches und Euch dabei begleiten, die nächsten Schritte zu überlegen.

Schritt 3: Schafft Euch Raum für die Neuausrichtung.

Wenn es bei Euch unmöglich scheint, in Ruhe miteinander zu reden, dann ist allerspätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen, dass ihr Euch die Zeit nehmt.

Ich habe mal den schlauen Spruch gehört: "Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich." Ihr habt die Gestaltung Eurer Zeit in der Hand - auch wenn es sich vor allem in einer Krise nicht so anfühlt.

Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass vor allem wir Kleinkindeltern dann gerne sagen: Aber wann sollen wir uns die Zeit nehmen ohne auf zu viel Schlaf zu verzichten? Diese Frage ist leider tückisch, denn sie setzt schon eine Perspektivlosigkeit woraus. Sie impliziert: Bei uns geht das nicht.

Fragt lieber: Wie können wir uns die Zeit zum Reden nehmen, ohne auf zu viel Schlaf zu verzichten? Vertraut darauf: Die Antworten werden kommen.

Schritt 4: Sorge gut für Dich selbst.

Eine Krise ist eine Zeit der besonders tiefgreifenden Veränderung. Veränderungen, im Großen wie im Kleinen, lösen Stress aus und benötigen zeitweise mehr Ressourcen. 

Da sind allerdings auch noch Deine Kinder, die Dich brauchen - in Krisenzeiten meistens noch mehr als sonst. Und schon allein die Kinder zu begleiten braucht viel Kraft - sogar in guten Zeiten und immer wieder. 

Deshalb ist es gerade jetzt essentiell, dass Du für Dich sorgst. Immer als allererstes. Du weißt ja sicher schon von Dir selbst, wenn Du im Stressmodus bist und dann einen plötzlich auftretenden Wutanfall Deiner Kinder begleiten musst oder ein ernstes Gespräch mit Deinem Partner führen willst... Spoiler: Es wird nicht funktionieren. Lass es.

Sorge gut für Dich.

Wenn Du  gut für Dich sorgst, wird es Dir viel leichter fallen, dies auch Deinem Partner zuzugestehen. So kommt ihr beide wieder mehr in Eure Kraft - und die braucht ihr um gut im Gespräch zu sein und Eure Beziehung neu weiterzuentwickeln. 

Schritt 5: Holt Euch Hilfe.

Gerade in einer Krise geht es darum zu gucken, was dazu geführt hat, dass ihr in diese Sackgasse geraten seid. 

Denn schaut ihr Euch die Themen nicht von Grund auf an, werdet ihr feststellen, dass ihr immer wieder die gleichen Schleifen dreht und Euch in Diskussionen immer wieder im Kreis dreht. Im schlimmsten Fall stellt ihr fest: Mit uns beiden wird das nichts mehr. Und dann trennt ihr Euch auf jeden Fall.

Nur um mit einem neuen Partner festzustellen, dass die Themen ähnlich sind.

Ein anderer Weg ist es, gemeinsam sich Eure "Evergreen"-Themen, wie ich sie gerne nenne, anzuschauen, die Muster dahinter zu erkennen und für Euch Strategien zu entwickeln, wie ihr im Alltag damit umgehen - oder sie für Euch nutzbar machen könnt!
Ja, diese Prozesse erfordern Arbeit und die Bereitschaft, tiefer zu schauen und alten Schmerz anzuerkennen. Aber sie lohnen sich, denn sie schaffen eine neue, tiefe Verbindung zwischen Euch und machen Eure Beziehung resilient, also widerstandsfähiger gegen neue Krisen.

Schritt 6: Lasst Euch Zeit.

Diese Prozesse sind nicht von heute auf morgen erledigt, sondern brauchen Zeit, viele Gespräche und neue Vereinbarungen. Manches darf auch erstmal nur ausprobiert werden oder sich neu sortieren. 

Wichtig ist dabei, dass jede*r von Euch immer wieder gut für sich selbst sorgt. Das sorgt für eine entspannte Grundstimmung und ein Vertrauen, dass es schon wieder werden wird.


Für derartige Prozesse kann ich Dir die Arbeit mit der Inneren Familie sehr empfehlen. Dazu kannst Du hier mehr lesen.
 
Alternativ kannst Du hier direkt einen ersten Beratungstermin vereinbaren, bei dem Du für Dich unverbindlich klären kannst, ob und wie diese Methode Dich in Deiner aktuellen Situation unterstützen kann:

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